Autor/-in Roger Popp

Fritz Schumacher
und der Dulsberg

152 Seiten
Hardcover mit Fadenheftung
150 Abbildungen
Format 21 x 26,8 cm
ISBN 10: 3-86218-110-3
ISBN 13: 978-3-86218-110-0
29.90 €
Juni 2018



Auf dem Dulsberg haben die verschiedensten Planer Spuren hinterlassen und erste Bausteine für eine moderne Stadtplanung gelegt. Seit 1897 wurde die Acker- und Weidefläche im Hamburger Osten zu einem Wohngebiet umgeplant, aber erst der Hamburger Oberbaudirektor Fritz Schumacher (1869 – 1947) war es, der vor hundert Jahren ein zeitgemäßes Konzept auch gegen Widerstände in den eigenen Reihen durchsetzte. Seine stadtplanerischen Ideen prägen bis heute den Stadtteil maßgeblich.

Zwischen 1918 und 1930 plante er die beiden Schulen an der Krausestraße und am Alten Teichweg sowie einen Teil der Wohnhäuser. Darüber hinaus initiierte er den Bau von Wohnbauten durch die bedeutendsten Hamburger Architekten seiner Zeit. Das Buch zeichnet anhand teilweise unveröffentlichter Fotos, Pläne und Skizzen die Entstehungsgeschichte des neuen Planungsansatzes Schumachers nach und stellt weitere historisch bedeutsame Bauten auf dem Dulsberg vor (u.a. die Gerson-Blöcke, die Laubenganghäuser der Gebrüder Frank und den Naumann-Block von Klophaus, Schoch und zu Putlitz). Weitere Themen sind der Grünzug- Entwurf von Otto Linne und der Wiederaufbau nach dem Krieg. Damit leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Hamburger Stadtplanung und stellt Fritz Schumacher aus neuer Perspektive vor. Im Stadtteil werden »100 Jahre Schumacher-Stadtplanung für den Dulsberg« mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.

Der Autor Roger Popp wuchs auf dem Dulsberg auf, besuchte dort den Kindergarten (in der Lothringer Straße), den Fußballverein (DSC Hanseat) und die Katholische Schule (St. Franziskus). Bis heute lebt er im Stadtteil. Er studierte Architektur und Stadtplanung in Hamburg und promovierte über »Mittelmaße in der Architektur«.

»Von Dulsberg lernen. […] dort entstand etwas, das in vielerlei Hinsicht bis heute nicht übertroffen worden ist: ein Wohn- – und, deutlich nachrangig, auch anderen Nutzungen offenes – Quartier, durchaus heterogen, was die Gebäudegestaltung angeht, denn es waren diverse Architekten beteiligt, aber doch aus einem planerischen Guss. […] Bräuchte diese Stadt vielleicht wieder einen wie Schumacher?«
A. Diehl, taz

»Ein Hoch auf diesen Mann. Dulsberg feiert den Hamburger Stadtplaner Fritz Schumacher. […] Details aus der Entstehungsgeschichte des Dulsberger Stadtteils hat Architekt Roger Popp in einem Dulsberg-Buch aufgeschrieben […] Nicht nur für die 17.000 Dulsberger Bürger ist diese Entstehungsgeschichte lesenswert.«
W. Haas, Hamburger Wochenblatt
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