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Autor/-in Ingeborg Hecht
Als unsichtbare Mauern wuchsen
Eine deutsche Familie unter den Nürnberger Rassengesetzen.
1 CD, gelesen von der Autorin, 66 Min.
Mit einer Einführung von Ralph Giordano
ISBN 10: 3-935549-80-6 12.00 €
Artikel vergriffen
»Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind verboten. Trotzdem geschlossene Ehen sind nichtig.« Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, 15.9.1935
»Mit ihren beklemmenden Aufzeichnungen über die normierte Rechtlosigkeit der ›privilegierten Mischlinge‹ schließt sie eine Lücke innerhalb der Zeugnisse über die NS-Zeit«, urteilte Der Spiegel bei Erscheinen dieses autobiographischen Buches von Ingeborg Hecht.
Drei Jahrzehnte lang hat die 1921 geborene Autorin die Anstrengung auf sich genommen, insbesondere auch in Schulen aus ihrem Buch zu lesen. Jetzt erscheint ihr Text erstmals als Hörbuch. In eindrucksvoller Spannung stehen dabei der von Ingeborg Hecht fast lapidar, ohne Hass und Bitterkeit gesprochene Text, der die Trauer nur ahnen lässt, und die neutrale Stimme von Ron Spiess. Ungerührt bringt er die immer schärfer und absurder werdenden Gesetzestexte der Nationalsozialisten zu Gehör – Gesetze, die dafür sorgten, dass für die Familie Hecht »unsichtbare Mauern wuchsen«, die ihr Leben einengten und verdunkelten.
»Mit diesem Bericht liegt ein höchst anschauliches und präzises Dokument einer Familie im nationalsozialistischen Deutschland vor, die auf Grund ihrer Konstallation zwar gewisse Vorrechte der ›Mischlinge‹ genoß, letztlich aber doch zu den Verfemten gehörte. Wie sich die nichtjüdische Bevölkerung zu dieser Gruppe von Menschen verhielt, zeigt Ingeborg hecht an zahlreichen Beispielen - in einer Sprache, die kühl klingt, aber die gebändigt Scham und Trauer ahnen läßt.«
Neue Zürcher Zeitung
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